Eine Kununu Bewertung lässt sich löschen, wenn sie gegen die Richtlinien von Kununu oder geltendes Recht verstößt, etwa weil der Verfasser nie im Unternehmen tätig war, unwahre Tatsachen behauptet oder Kollegen beleidigt. Arbeitgeber melden die Bewertung über die Meldefunktion, Kununu prüft und kann vom Verfasser einen Nachweis der Tätigkeit verlangen. Kritik echter Mitarbeiter an Führung, Gehalt oder Arbeitsklima bleibt als Meinung in der Regel stehen.
Was ist eine Kununu-Bewertung und wer darf bewerten?
Eine Kununu-Bewertung ist die anonyme Beurteilung eines Arbeitgebers durch Menschen, die das Unternehmen von innen kennen: aktuelle und ehemalige Mitarbeiter, Auszubildende und Bewerber. Kununu ist im deutschsprachigen Raum eines der bekanntesten Arbeitgeberportale. Viele Bewerber schauen dort nach, bevor sie sich bewerben oder ein Angebot annehmen.
Daraus ergibt sich der wichtigste Unterschied zu Kundenportalen wie Google: Auf Kununu sind Bewertungen ehemaliger Mitarbeiter ausdrücklich vorgesehen. Wer eine Kununu Bewertung löschen lassen möchte, kann also nicht damit argumentieren, dass der Verfasser früher im Unternehmen gearbeitet hat. Das ist dort gerade die Voraussetzung. Auf Google ist es umgekehrt, wie der Ratgeber Google-Bewertung von Ex-Mitarbeitern erklärt.
Wann kann man eine Kununu Bewertung löschen lassen?
Eine Kununu Bewertung kann gelöscht werden, wenn sie gegen die Bewertungsrichtlinien von Kununu oder geltendes Recht verstößt. Eine negative Gesamtnote allein reicht nicht. Typische Löschgründe sind:
- Keine Tätigkeit im Unternehmen: Der Verfasser war weder Mitarbeiter noch Auszubildender noch Bewerber. Das ist der häufigste und stärkste Grund.
- Unwahre Tatsachenbehauptungen: Konkrete, überprüfbare Aussagen, die nicht stimmen, etwa „Gehälter werden regelmäßig zu spät gezahlt“, wenn es dafür keine Grundlage gibt.
- Beleidigungen und Schmähkritik: Herabwürdigung von Vorgesetzten oder Kollegen ohne Sachbezug.
- Identifizierbare Personen: Namentliche Nennung oder eindeutige Beschreibung einzelner Mitarbeiter, etwa „der Teamleiter im Vertrieb in Filiale X“.
- Betriebsgeheimnisse: Interne Informationen, die vertraulich sind und nicht öffentlich gehören.
- Falscher Arbeitgeber: Die Bewertung betrifft erkennbar ein anderes Unternehmen oder einen anderen Standort mit eigenem Profil.
Ein typisches Beispiel, bei dem eine Prüfung lohnt:
„Chaos pur. Die Geschäftsführerin schreit täglich Leute an und zahlt seit Monaten keine Überstunden aus.“
Gibt es die angegebene Abteilung nicht, passt der Zeitraum zu keinem Arbeitsverhältnis, und lassen sich die Behauptungen über die Lohnabrechnung widerlegen, sind das gute Argumente für eine Beanstandung. Die Entscheidung trifft Kununu.
Denken Sie bei der Prüfung auch an Bewerber. Wer sich beworben hat und ein Vorstellungsgespräch geführt hat, darf seine Erfahrung mit dem Bewerbungsprozess schildern, auch wenn er nie eingestellt wurde. Gleichen Sie deshalb nicht nur Personalakten, sondern auch Bewerbungseingänge und Gesprächstermine ab, bevor Sie die Tätigkeit pauschal bestreiten.
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Kostenlos prüfen lassenWelche Kununu-Bewertungen bleiben stehen?
Stehen bleiben Bewertungen echter Mitarbeiter oder Bewerber, die ihre subjektive Sicht auf das Unternehmen schildern, auch wenn sie unangenehm ist. Arbeitgeberbewertungen leben gerade davon, dass Beschäftigte offen über ihre Erfahrungen sprechen dürfen.
| Bewertungsinhalt | Einordnung | Aussicht auf Entfernung |
|---|---|---|
| „Schlechte Kommunikation der Führungsebene“ von einem Ex-Mitarbeiter | Meinung über eigene Erfahrung | Gering |
| „Gehalt unter Branchenschnitt“ | Werturteil | Gering |
| „Bewerbungsprozess dauerte ewig, keine Rückmeldung“ von einem Bewerber | Erfahrungsbericht | Gering |
| Bewertung einer Person, die nie im Unternehmen tätig war oder sich beworben hat | Keine Tätigkeit | Gut |
| Namentliche Beleidigung eines Vorgesetzten | Persönlichkeitsrechtsverletzung möglich | Gut |
| Nachweislich falsche Behauptung über Lohnzahlungen | Mögliche unwahre Tatsachenbehauptung | Gut, wenn widerlegbar |
Der Unterschied zwischen Meinung und Tatsache entscheidet auch hier. „Das Betriebsklima ist schlecht“ ist eine Meinung. „Überstunden werden nicht bezahlt“ ist eine Tatsachenbehauptung, die stimmen kann oder nicht. Prüfen Sie ehrlich, bevor Sie melden: Eine Beanstandung gegen eine zutreffende Aussage schadet eher, als dass sie hilft.
Wie meldet ein Arbeitgeber eine Kununu-Bewertung?
Ein Arbeitgeber meldet eine Kununu-Bewertung über die Meldefunktion an der jeweiligen Bewertung, idealerweise aus dem eigenen Arbeitgeberzugang heraus. Der genaue Menüpfad kann sich ändern, der Ablauf ist im Kern gleich:
Screenshot mit Datum, Position, Abteilung und Text anlegen.
Abgleichen, ob Zeitraum, Abteilung und Position zu einem tatsächlichen Arbeitsverhältnis oder Bewerbungsprozess passen. Das Ergebnis notieren, ohne Personaldaten nach außen zu geben.
Die Meldefunktion an der Bewertung nutzen und konkret begründen, welche Aussage gegen die Richtlinien verstößt oder warum keine Tätigkeit vorlag.
Kununu prüft die Beanstandung. Bei Zweifeln an der Tätigkeit kann der Verfasser aufgefordert werden, einen Nachweis zu erbringen, etwa ein anonymisiertes Dokument aus dem Arbeitsverhältnis.
Kununu entscheidet, ob die Bewertung bleibt, geändert oder entfernt wird.
Versuchen Sie nicht, den Verfasser zu enttarnen und intern unter Druck zu setzen. Das schadet Ihrer Arbeitgebermarke und kann rechtliche Probleme verursachen. Ob und wann ein Arbeitgeber die Identität eines Verfassers erfahren kann, ist eine Rechtsfrage, die ein Anwalt für Arbeits- oder Medienrecht beurteilen sollte. Kununu nennt keine verbindlichen Fristen für die Prüfung, planen Sie daher etwas Zeit ein.
Was tun, wenn Kununu die Bewertung nicht löscht?
Wenn Kununu die Bewertung nicht löscht, ist das zunächst ein Signal, die eigene Sicht zu überprüfen. Vielleicht passt die Bewertung doch zu einem Arbeitsverhältnis, etwa einem Werkstudenten, einer Aushilfe oder einem Bewerber aus einem früheren Auswahlverfahren. Ist die Beanstandung weiterhin begründet und geht es um schwere unwahre Vorwürfe, kann ein Anwalt prüfen, ob rechtliche Schritte gegen den Verfasser oder die Plattform in Betracht kommen. Für zulässige Kritik bleibt die öffentliche Antwort das wirksamste Mittel.
Warum Kununu für das Recruiting zählt
Kununu zählt für das Recruiting, weil Bewerber dort ungefilterte Einblicke suchen. Ein Profil mit wenigen, überwiegend negativen Bewertungen schreckt ab, ein Profil mit vielen ehrlichen Stimmen und sachlichen Arbeitgeberantworten wirkt glaubwürdig. Deshalb lohnt es sich, nicht nur auf einzelne Bewertungen zu reagieren, sondern das Profil insgesamt zu pflegen: Unternehmensangaben aktuell halten, Antworten zeitnah schreiben und Mitarbeiter zu Feedback ermutigen, ohne Vorgaben zum Inhalt.
Wie sollten Arbeitgeber auf Kununu antworten?
Arbeitgeber sollten auf Kununu sachlich, wertschätzend und ohne Rechtfertigungsdruck antworten, denn mitlesen vor allem Bewerber. Eine gute Antwort zeigt, dass Kritik ernst genommen wird, und kann eine negative Bewertung in ein Argument für Ihr Unternehmen verwandeln.
- Danken: Auch für unbequeme Rückmeldungen.
- Keine Spekulation über die Identität: Formulierungen wie „Wir wissen, wer das geschrieben hat“ sind tabu.
- Konkrete Veränderungen nennen: Wenn sich etwas verbessert hat, kurz und ehrlich erwähnen.
- Gesprächsangebot: Einen Ansprechpartner aus der Personalabteilung nennen.
- Keine Personaldaten: Weder Kündigungsgründe noch Details zum Arbeitsverhältnis öffentlich machen.
Weitere Hinweise zu Tonfall und Aufbau gibt der Ratgeber Auf negative Bewertungen antworten. Langfristig hilft vor allem, zufriedene Mitarbeiter fair und ohne Druck zu einer ehrlichen Bewertung zu ermutigen. Vorgeschriebene oder belohnte Bewertungen sind keine gute Idee.
Was ist mit Google-Bewertungen von Ex-Mitarbeitern?
Auf Google gelten andere Regeln als auf Kununu: Dort sind Bewertungen für Kundenerfahrungen gedacht, Beiträge über ein Arbeitsverhältnis können deshalb gegen die Google-Richtlinien verstoßen. Viele Unternehmen erleben, dass verärgerte Ex-Mitarbeiter nach einer Trennung nicht nur auf Kununu, sondern auch im Google-Profil bewerten. Diese Google-Bewertungen lassen sich über das offizielle Prüfverfahren beanstanden, Google entscheidet.
Hier unterstützt das Rezensionsbüro: kostenlose Analyse mit Antwort innerhalb von 24 Stunden, Abrechnung nur pro erfolgreich entfernter Bewertung, ab 19 € netto, ohne Vorkasse. Details finden Sie unter Google-Bewertung von Ex-Mitarbeitern löschen, Google-Bewertung löschen lassen und in der Preisübersicht. Wie sich die Preise staffeln, erklärt Was kostet die Löschung? Wer ein Profil dauerhaft im Blick behalten möchte, kann den Reputations-Schutz für 49 € netto im Monat nutzen: tägliche Überwachung des Google-Profils, monatlich kündbar. Wie Sie unechte Bewertungen erkennen, zeigt Fake-Bewertungen erkennen. Für andere Portale: Trustpilot und Jameda.
Häufige Fragen
Kann ein Arbeitgeber eine Kununu-Bewertung löschen lassen?
Ja, wenn die Bewertung gegen die Richtlinien von Kununu oder geltendes Recht verstößt, etwa weil der Verfasser nie im Unternehmen tätig war, Kollegen beleidigt oder unwahre Tatsachen behauptet. Die Meldung erfolgt über die Meldefunktion, Kununu entscheidet. Kritik echter Mitarbeiter bleibt in der Regel stehen.
Muss der Verfasser bei Kununu nachweisen, dass er im Unternehmen gearbeitet hat?
Bestreitet der Arbeitgeber die Tätigkeit konkret, kann Kununu den Verfasser auffordern, einen Nachweis zu erbringen. Wird kein ausreichender Nachweis vorgelegt, kann die Bewertung entfernt werden. Wie der Nachweis aussieht, regelt die Plattform.
Erfahre ich, wer die Kununu-Bewertung geschrieben hat?
In der Regel nicht, Bewertungen auf Kununu sind anonym. Ob im Einzelfall ein Anspruch auf Auskunft besteht, ist eine Rechtsfrage, die ein Anwalt beurteilen sollte. Spekulieren Sie nicht öffentlich über die Identität.
Sind Bewertungen von Ex-Mitarbeitern auf Kununu erlaubt?
Ja. Kununu ist gerade für Bewertungen von aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern, Auszubildenden und Bewerbern gedacht. Auf Google ist das anders, dort können Bewertungen über ein Arbeitsverhältnis gegen die Richtlinien verstoßen.
Hilft das Rezensionsbüro bei Kununu-Bewertungen?
Das Angebot des Rezensionsbüros konzentriert sich auf Google-Bewertungen. Für Kununu nutzen Sie die Meldefunktion der Plattform oder bei Rechtsfragen einen Anwalt. Für Ihr Google-Unternehmensprofil gibt es eine kostenlose Analyse.
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